Uhu Artportrait (Aussehen, Ruf, Lebensweise und mehr)
Uhu: Der Topprädator der Nacht
Aussehen des Uhus
- Der Uhu ist die größte heimische Eule in Deutschland, mit einer Größe von etwa 60 bis 70 cm. Weibchen sind deutlich größer als Männchen.
- Die Spannweite variiert zwischen 135 cm und 170 cm, was den Uhu zu einer imposanten Erscheinung macht.
- Das Gefieder ist graubraun und schwarz, was eine hervorragende Tarnung ermöglicht. Auffällig sind die orangeroten Augen und die großen Federohren.
- Uhus haben einen kräftigen Hakenschnabel und können lautlos fliegen, was auf spezielle Strukturen ihrer Federn zurückzuführen ist.
Lebensraum und Verbreitung
- Früher waren Uhus selten aufgrund von Jagd und Verfolgung durch Menschen sowie durch Umweltgifte wie DDT.
- In den letzten Jahrzehnten hat sich die Population erholt; es gibt mittlerweile über 3000 Brutpaare in Deutschland.
- Uhus bewohnen bevorzugt Felswände, nutzen aber auch Steinbrüche und Großstädte zur Nahrungssuche.
- Ihre Hauptnahrungsquelle besteht aus Vögeln und Wanderratten. Jungvögel wandern ab, wenn sie von ihren Eltern vertrieben werden.
Fortpflanzung des Uhus
- Es gibt zwei Balzperioden: im Herbst zur Partnerfindung und im Frühjahr zur Brutzeit.
- Der Brutbeginn erfolgt meist zwischen Februar und April; das Weibchen legt zwei bis vier Eier.
- Nach dem Brutbeginn übernimmt das Männchen die Versorgung des Weibchens; dieses jagt nicht mehr selbst.
- Die Bebrütung dauert etwa 34 Tage, nach zwei Monaten werden die Jungvögel flügge, bleiben jedoch noch einige Monate bei den Eltern.
Nistplätze des Uhus
- Nester sind oft einfach Kuhle in Felswänden oder Steinbrüchen; manchmal werden auch alte Nester anderer Vögel genutzt.
- In Städten brüten Uhus gelegentlich in alten Gebäuden oder Hochhäusern.
Ruf des Uhus
- Männliche Uhus haben einen tiefen zweisilbigen Ruf ("Uhu"), während weibliche Rufe höher klingen.