Kommentar - Zentralmatura Deutsch Jänner 2020 #12
Kommentar schreiben: Grundlagen und Tipps
Einführung in den Kommentar
- Der Kommentar ist ein spannendes, aber auch kniffliges Textformat, das besondere Aufmerksamkeit erfordert.
- Es ist wichtig, den Kommentar nicht mit einem Leserbrief zu verwechseln; der Kommentar sollte eine persönliche Meinung ausdrücken, ohne direkte Bezugnahme auf die eigene Person.
Struktur und Inhalt des Kommentars
- Ein Kommentar ist eine Meinungsäußerung zu einem bekannten Thema und behandelt einen spezifischen Sachverhalt.
- Bei der Matura muss man sich in eine Situation hineinversetzen und aus dieser Perspektive schreiben.
Sprachliche Gestaltung
- Der Wortschatz sollte gehobener sein als im Schulalltag; es wird empfohlen, präzise und stilistisch anspruchsvoll zu schreiben.
- Rhetorische Mittel wie Wiederholungen oder rhetorische Fragen können effektiv eingesetzt werden, um den Text lebendiger zu gestalten.
Argumentation im Kommentar
- Der Verfasser muss seine Ansichten begründen und den Leser überzeugen; bloße Behauptungen sind unzureichend.
- Die Länge eines Kommentars liegt normalerweise zwischen 300 und 450 Wörtern; er sollte kurz und prägnant sein.
Formale Anforderungen
- Eine klare Struktur (Einleitung, Hauptteil, Schluss) ist entscheidend für die Bewertung des Kommentars.
- Es wird großer Wert darauf gelegt, dass alle formalen Richtlinien eingehalten werden; dies beeinflusst die Note erheblich.
Kommentar und seine Struktur
Grundlagen des Kommentars
- Der Kommentar ist stark an den Ausgangstext gebunden, was bedeutet, dass die Aufgabenstellung und die Situation klar definiert sein müssen.
- Es ist wichtig, eigene Erfahrungen und Wissen in den Kommentar einzubringen, um eine persönliche Note zu schaffen.
- Der Kommentar sollte nicht als vollständige Zusammenfassung des Textes verstanden werden; stattdessen sind nur relevante Themen zu behandeln.
Argumentation im Kommentar
- Argumente sollten durch Behauptungen, Beschreibungen und Beispiele gestützt werden, um die eigene Meinung glaubhaft zu machen.
- Die Zielgruppe muss direkt angesprochen werden; dies kann durch Nennung von Namen oder Gruppen erfolgen.
Aufbau und Logik
- Der Aufbau des Kommentars sollte klar und schlüssig sein; es ist nicht zwingend erforderlich, der Reihenfolge der Aufgabenstellung strikt zu folgen.
- Flexibilität im Umgang mit dem Informationsmaterial ist erlaubt; Teile können aus verschiedenen Abschnitten entnommen werden.
Emotionale Ansprache im Kommentar
Sprachliche Gestaltung
- Emotionen sollen geweckt werden durch gezielte sprachliche Mittel; ein eigenes Team beschäftigt sich mit dieser Thematik.
Bedeutung des Kommentars
- Kommentare sind wichtige Meinungsäußerungen in Medien; sie bieten oft Expertenmeinungen oder persönliche Ansichten ohne namentliche Nennung.
Die Rolle von Journalisten bei Kommentaren
Unterschiede zwischen Leserbriefen und Kommentaren
- Kommentare sind häufig journalistisch aufbereitet und spiegeln die persönliche Meinung des Autors wider, während Leserbriefe oft von Lesern verfasst werden.
Aktuelle Themen im Fokus
- Kommentare können aktuelle Meldungen oder Ereignisse behandeln; sie bieten Raum für verschiedene Sichtweisen (Pro/Contra).
Herausforderungen beim Verfassen eines Kommentars
Klare Positionierung
- Die Herausforderung besteht darin, dem Leser die persönliche Sichtweise klar zu vermitteln, ohne das Wort "Ich" zu verwenden.
Erkennbarkeit des Kommentars
- Ein Kommentar ist meist auf der Titelseite einer Zeitung sichtbar; er unterscheidet sich vom Leitartikel durch seine individuelle Perspektive.
Einführung in den Kommentaraufbau
Struktur eines Kommentars
- Ein Kommentar sollte eine klare Struktur haben: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Formulierungen sollten lebendig und originell sein, um das Interesse der Leser zu wecken.
- Der Einstieg kann mit einer rhetorischen Frage, einem Zitat oder einer provokanten Aussage beginnen. Es ist wichtig, dass die eigene Meinung zum Thema bereits in der Einleitung enthalten ist.
- Im Hauptteil werden Argumente, Behauptungen und Begründungen präsentiert. Gegenargumente sollten nicht nur erwähnt, sondern auch widerlegt werden.
- Der Kommentar muss schlüssig sein; es ist entscheidend, dass die Gedanken klar formuliert sind und der Leser bis zum Ende interessiert bleibt.
- Der Schluss sollte den wichtigsten Punkt zusammenfassen und die Leserschaft zum Nachdenken anregen.
Argumentation im Hauptteil
Meinungsäußerung und Begründung
- Im Hauptteil wird die eigene Meinung dargelegt. Man kann zustimmen oder ablehnen sowie abwägen; jede Behauptung muss durch eine Begründung untermauert werden.
- Formulierungen wie "man kann sagen" oder "diese Aussage kann zugestimmt werden" helfen dabei, die Argumentation zu strukturieren.
- Es ist wichtig, Gedankengänge klar darzustellen und sie logisch weiterzuentwickeln. Jede Ablehnung sollte ebenfalls begründet werden.
- Abwägungen zwischen verschiedenen Meinungen sind möglich; man sollte jedoch immer erklären, warum man zu einem bestimmten Schluss kommt.
- Ausformulierte Gedanken können durch spezifische Formulierungen unterstützt werden; diese sollten wiederverwendet werden.
Beispiel für einen Kommentar
Diskussion über Kopfhörer im Straßenverkehr
- Das Beispiel behandelt das Verbot von Kopfhörern im Straßenverkehr als Ausgangspunkt für eine Diskussion ohne spezifische Aufgabenstellung.
- Zu Beginn wird eine klare Behauptung aufgestellt: Das Verbot schränkt die Freiheit ein und ist sinnlos für Fußgänger und Radfahrer.
- Die eigene Meinung wird unterstrichen: Es gibt keine ausreichenden Beweise dafür, dass das Hören von Musik während des Verkehrs zu mehr Unfällen führt.
- Eine Abwägung wird vorgenommen: Argumente des Bundesverkehrsministeriums bezüglich der Gefahren von Kopfhörern werden als nicht haltbar dargestellt.
Die Rolle der Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr
Einleitung zur Unaufmerksamkeit
- Der Sprecher reflektiert über die Bedeutung von Gedanken und Meinungen, die in Textform festgehalten werden. Es wird betont, dass eine Distanzierung von der Ich-Perspektive wichtig ist.
Unfallrisiko und Musik hören
- Unaufmerksamkeit wird als Hauptursache für viele Verkehrsunfälle identifiziert. Es wird jedoch argumentiert, dass das Musikhören nicht allein für diese Ablenkung verantwortlich ist.
Argumentationsstruktur des Textes
- Der erste Teil des Textes wiederholt bereits bekannte Argumente, bietet aber eine klare Darstellung der Positionen. Ein Verbot von Kopfhörern könnte die Freiheit der Bürger stark einschränken.
Vorteile des Musikhörens
- Musik kann nicht nur als Zeitvertreib auf langen Wegen dienen, sondern auch motivierend wirken und Freude bereiten.
Unterstützung durch Beispiele
- Die Autorin plädiert dafür, dass das Hören von Musik mit Kopfhörern erlaubt sein sollte, da es weniger störend ist als laute Radios im Auto.
Kritik an Verboten im Straßenverkehr
Politische Implikationen
- Politiker, die ein Verbot von Kopfhörern fordern, könnten den Weg für weitere Einschränkungen der Bürgerfreiheit ebnen.
Absurdität möglicher Verbote
- Die Autorin zieht Parallelen zwischen dem Verbot von Kopfhörern und anderen potenziellen Verboten (z.B. Essen oder Trinken), was sie als lächerlich empfindet.
Allgemeine Ansprache an die Leser
- Die Verwendung allgemeiner Begriffe spricht alle Menschen an und verdeutlicht das Gefühl einer möglichen Überregulierung durch Politik.
Zusammenfassung und Ausblick
Fazit zur Argumentation
- Der Sprecher fasst zusammen, dass die Argumentation gut strukturiert ist und Raum für tiefere Analysen lässt.
Anmerkungen zur Präsentation
- Eine klare Strukturierung des Kommentars wurde gefordert; es gab Kritik an fehlenden Absätzen in der Präsentation.
Ausblick auf zukünftige Themen
- In der nächsten Sitzung wird besprochen, wie man einen Ausgangstext bearbeitet und sich in journalistische Situationen hineinversetzt.