Genie Wiley: the feral child
Feral Children: Die Geschichte von Genie
Einführung in das Thema der wilden Kinder
- Der Begriff "feral children" bezieht sich auf Kinder, die isoliert von der Gesellschaft aufgewachsen sind und daher keine sozialen Fähigkeiten entwickelt haben.
- Diese Kinder zeigen oft abnormalen Verhaltensweisen aufgrund ihrer Isolation während entscheidender Entwicklungsjahre.
- Im 20. Jahrhundert begannen Psychologen, Fälle von Kindern zu untersuchen, die als Missbrauch durch Erwachsene isoliert wurden.
Genies Fall
- Genie ist ein Pseudonym; ihr richtiger Name wurde aus Schutzgründen anonymisiert, nachdem ihr Fall öffentlich wurde.
- Ihre Geschichte wird durch ihre familiäre Vorgeschichte erklärt, die zur Isolation führte.
Familiäre Hintergründe
- Clark Wiley, Genies Vater, wuchs in Pflegeheimen auf und erlebte Vernachlässigung durch seine Mutter.
- Trotz einer schwierigen Kindheit entwickelte sich eine enge Beziehung zwischen Clark und seiner Mutter im Erwachsenenalter.
Gewalt in der Familie
- Irène, Genies Mutter, hatte gesundheitliche Probleme nach einer Kopfverletzung und war stark von Clark abhängig.
- Clark wurde gewalttätig gegenüber Irène; dies führte zu körperlichen Beeinträchtigungen bei ihr.
Geburt und frühe Kindheit von Genie
- Nach mehreren tragischen Verlusten (zwei verstorbene Kinder) kam Genie 1957 zur Welt.
- Clark konnte mit dem Schreien des Babys nicht umgehen und begann damit, sie zu isolieren.
Vernachlässigung und Misshandlung
- Genies Entwicklung wurde durch Clarks Überzeugung beeinträchtigt, dass sie behindert sei; er verbot der Familie den Kontakt zu ihr.
- Mit nur 14 Monaten erkrankte Genie an Lungenentzündung; Ärzte vermuteten eine Behinderung ohne offizielle Diagnose.
Tragische Wendepunkte
Die tragische Geschichte von Genie
Der Unfall und seine Folgen
- Clark war am Boden zerstört, als er erfuhr, dass der Fahrer des Unfalls nur eine Bewährungsstrafe erhielt. Er fühlte sich von der Gesellschaft im Stich gelassen und begann, den Unfall auf seinen siebenjährigen Sohn zu schieben.
- Die Familie zog in das Haus von Clarks Mutter und verlor schnell den Kontakt zu Nachbarn und Verwandten. Clark isolierte seine Familie aus Angst vor äußeren Gefahren.
- Genie wurde zunehmend isoliert; sie wurde in ein zweites Schlafzimmer gesperrt, während der Rest der Familie im Wohnzimmer lebte.
Misshandlung und Isolation
- Genies Raum war dunkel mit verdunkelten Fenstern. Sie hatte nur sehr begrenzten Zugang zu Spielzeug oder Interaktion.
- Clark band Genie nachts an einen Schlafsack und verhinderte so, dass sie aufstand oder sich bewegte. Dies führte dazu, dass sie nicht die motorischen Fähigkeiten entwickelte, die andere Kinder in ihrem Alter hatten.
- Geräusche waren für Clark unerträglich; wenn Genie Geräusche machte, wurde sie bestraft. Er imitierte sogar Hundeverhalten gegenüber ihr.
Ernährung und Kommunikation
- Genie erhielt hauptsächlich Babynahrung und Flüssigkeiten unter strengen Anweisungen ihres Vaters oder Bruders. Ihre Mutter versuchte heimlich Nahrung für sie zu beschaffen.
- Das Haus war überwiegend still; Gespräche wurden außerhalb von Genies Sichtfeld geführt. Dadurch lernte sie nie sprechen.
Gewalt innerhalb der Familie
- Auch die restliche Familie litt unter Clarks Misshandlungen; er schlug häufig seine Frau und seinen Sohn bei Lärmerzeugung.
- Genies Bruder durfte nur zur Schule gehen und musste bei seiner Rückkehr bestätigen, wer er war. Clark manipulierte ihn durch Drohungen.
Entdeckung des Missbrauchs
- Als Genies Bruder älter wurde, beteiligte auch er sich an den Misshandlungen unter dem Einfluss seines Vaters.
- Nachbarn bemerkten zwar die Isolation der Familie, wussten jedoch nichts über das Ausmaß des Missbrauchs oder die Existenz von Genie.
Flucht aus dem Albtraum
- Irene konfrontierte schließlich ihren Mann wegen ihrer Isolation. Zu diesem Zeitpunkt war Genie 13 Jahre alt.
- Irene konnte endlich fliehen und brachte Genie zu ihren Eltern. Dort fiel einer Sozialarbeiterin sofort Genies Zustand auf.
Hilfe für Genie
- Der Sozialarbeiter dachte zunächst, dass Genie autistisch sei, stellte aber schnell fest, dass sie tatsächlich 13 Jahre alt war.
- Nach einer Bewertung ihres Zustands wurden die Behörden informiert; ihre Eltern wurden verhaftet und genie ins Krankenhaus gebracht.
Medizinische Beobachtungen
- In Los Angeles wurde Genie von Therapeuten beobachtet; es gab große Besorgnis über ihren Gesundheitszustand aufgrund ihrer extremen Vernachlässigung seit frühester Kindheit.
Genies körperliche und geistige Entwicklung
Körperliche Einschränkungen und Misshandlung
- Genies körperliche Verfassung war stark beeinträchtigt; sie hatte kaum Muskulatur in den Beinen und schwache Knochen, was auf eine unzureichende motorische Entwicklung hinweist.
- Ihre Hüften waren nicht richtig entwickelt, was ihre Fähigkeit zu stehen oder zu gehen weiter erschwerte. Sie war inkontinent und wurde 13 Jahre lang nicht toilet trainiert.
- Auf mentaler Ebene wurde festgestellt, dass Genies kognitive Fähigkeiten dem eines 13 Monate alten Kindes entsprachen; sie zeigte jedoch Interesse an Objekten, aber keine emotionale Bindung zu Menschen.
- Genie reagierte auf Geräusche, hatte aber Angst vor Katzen- und Hundegeräuschen, möglicherweise aufgrund der Bedrohungen ihres Vaters bei Lärm.
- Ihre Kommunikation war stark eingeschränkt; sie machte Geräusche mit Objekten zur Aufmerksamkeitserregung, konnte jedoch keine verbale Sprache entwickeln.
Fortschritte in der Therapie
- Linguisten kamen zu dem Schluss, dass Genie physisch sprechen konnte, aber aufgrund extremer Isolation nie eine Sprache erlernte.
- Ihr Mangel an nonverbaler Kommunikation resultierte aus fehlendem Kontakt mit anderen Menschen; sie hatte nie gelernt, Gesten oder Gesichtsausdrücke als Kommunikationsmittel zu nutzen.
- Ärzte schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Genie nicht geistig behindert oder autistisch war; ihre mentale Beeinträchtigung war das Ergebnis von Missbrauch und Vernachlässigung.
- Trotz ihrer schwierigen Vergangenheit machte Genie im Krankenhaus bemerkenswerte Fortschritte: Sie begann Emotionen wie Neugier zu zeigen und erkannte die behandelnden Ärzte wieder.
- Nach mehreren Monaten entwickelte sie ein ausreichendes Vokabular und lernte Gefühle wie Freude oder Angst auszudrücken.
Veränderungen im Lebensumfeld
- Genies Sonderpädagogin Jean Butler förderte ihre Entwicklung durch häusliche Betreuung; dies führte dazu, dass Genie wütend oder frustriert verbal ausdrückte statt sich selbst anzugreifen.
- Obwohl Butlers Absichten gut waren, interferierte ihre Pflege mit der notwendigen Therapie für Genie; es gab Bedenken hinsichtlich der Transparenz über Genies Fortschritte gegenüber anderen Fachleuten.
- Die Behörden entschieden schließlich gegen Butlers volle Sorgfaltspflicht für Genie aufgrund von Bedenken über die Auswirkungen auf die Studie und Therapie.
Langfristige Betreuung
- Genie wurde daraufhin in die Obhut von David Wrigler gegeben, einem Therapeuten des Falls. Wrigler hatte Erfahrung in der Beobachtung von Entwicklungsfortschritten bei Kindern.
Die tragische Geschichte von Jeannie
Missbrauch und Vernachlässigung
- Jeannie litt unter Missbrauch, was zu einer Vernachlässigung ihres Kindes führte. Fachleute stellten fest, dass der Missbrauch, den sie von ihrem Ehemann erlitten hatte, sowie ihre Sehbehinderung die Hauptursachen waren.
Tragisches Ende für Clark
- Clark wurde kurz vor einem Gerichtstermin wegen Kindesmisshandlung angeklagt und beging 1975 Selbstmord. Zu diesem Zeitpunkt war Jeannie 18 Jahre alt und ihre Mutter besuchte sie häufig in Pflegeheimen.
Rückkehr zur Mutter
- Nach ihrem 18. Geburtstag zog Jeannie wieder zu ihrer Mutter in ihr Kindheitsheim zurück. Die rechtliche Vormundschaft wurde schließlich an Irene übertragen, jedoch hatte diese Schwierigkeiten mit Jeannies Verhalten.
Rechtsstreit um Studieninhalte
- Irene verklagte das Krankenhaus sowie Therapeuten und Mitarbeiter, die an den Studien über Jeannie beteiligt waren. Sie fand viele Inhalte der Dissertation beleidigend; die Klage wurde jedoch nie verhandelt.
Lebensumstände nach der Flucht
- Von 1977 bis Anfang der 90er Jahre lebte Jeannie in verschiedenen Pflegeheimen, wo sie missbraucht wurde. Um 1993 zog sie in eine Einrichtung in Los Angeles, wo es ihr besser ging und sie regelmäßige Besuche von ihrer Mutter erhielt.
Ungewisse Zukunft
- Nach dieser Zeit ist wenig über Jeannies Leben bekannt; Berichte zeigen sporadische Kontakte mit Journalisten. Ihre Privatsphäre wird respektiert und ihre Mutter starb 2003 im Alter von 87 Jahren.
Trennung von der Familie
- Ihr Bruder lief weg und weigerte sich, etwas über Jeannie zu lesen; er sah sie nur einmal nach seinem Weggang und starb 2011 ohne Kontakt zu seiner Schwester seit über 40 Jahren.
Vaters grausame Überzeugungen
- Es stellte sich heraus, dass Clark glaubte, Jeannie würde jung sterben aufgrund ihrer Bedingungen. Er wollte erst Hilfe für seine Frau suchen lassen, wenn sie das Alter von zwölf Jahren überschritt.
Auswirkungen des Missbrauchs auf die Entwicklung
- Trotz anfänglicher Fortschritte während ihrer Therapie konnte Jeannie aufgrund ständiger Umzüge zwischen Pflegeheimen nicht ihr volles Potenzial erreichen. Ihr Fall gilt als gescheitert aufgrund der unzureichenden Unterstützung durch lokale Gesetze.
Langfristige Folgen des Missbrauchs