Das politische System der Schweiz | einfach und verständlich erklärt
Politisches System der Schweiz
Abschnittsübersicht: In diesem Abschnitt wird das politische System der Schweiz erläutert, einschließlich Begriffe wie Nationalrat, Ständerat, Föderalismus und Bundesrat.
Arten von Demokratie
- Es gibt zwei Arten von Demokratie: direkte Demokratie, bei der das Volk über Sachfragen entscheidet, und repräsentative Demokratie, bei der das Volk Vertreter wählt.
- Die Schweiz ist eine Mischform mit Elementen beider Demokratieformen. Das Stimmvolk kann über Sachfragen abstimmen und es existiert ein Parlament.
Funktion des Parlaments
- Das Parlament besteht aus National- und Ständerat. Es erlässt Gesetze und Verfassungsänderungen. Bei Veränderungen in der Verfassung muss das Volk zustimmen.
- Für eine Verfassungsänderung ist die Zustimmung von Mehrheit der Bevölkerung und Kantonen erforderlich. Initiativen erfordern 100.000 Unterschriften.
Gewaltenteilung in der Schweiz
Abschnittsübersicht: Dieser Abschnitt behandelt die Gewaltenteilung in der Schweiz sowie die Legislative als höchste Gewalt im Land.
Gewaltenaufteilung
- Die Gewalten werden in gesetzgebende (Legislative), ausführende (Exekutive) und rechtsprechende (Judikative) Gewalt unterteilt.
- Die Legislative bestimmt Gesetze und Verfassungsänderungen. Der Nationalrat hat 200 Mitglieder und wird alle vier Jahre neu gewählt.
Bundesrat und Regierung
- Der Bundesrat besteht aus sieben Mitgliedern, die vom Parlament gewählt werden. Er spiegelt die Parteistärken im Parlament wider.
- Jedes Bundesratsmitglied leitet ein Eidgenössisches Departement. Der Bundespräsident wird jährlich neu gewählt.
Schweizer Rechtssystem
Abschnittsübersicht: Hier wird auf das Bundesgericht als höchstes Gericht eingegangen sowie auf den Föderalismus in der Schweiz.
Bundesgericht
- Das Bundesgericht überwacht die Einhaltung von Regeln und Gesetzen. Es wird durch die Bundesversammlung gewählt.
- Die Schweiz ist ein Bundestaat mit Kantonen, was den Föderalismus bedeutet – Aufgaben sind zwischen Bund und Kantonen verteilt.
Rechtsordnung in der Schweiz
- Die Verfassung regelt grundlegende Werte und Grundrechte. Änderungen müssen vom Parlament beschlossen werden.
Verfassungs- und Gesetzeshierarchie in der Schweiz
Abschnittsübersicht: In diesem Abschnitt wird die Hierarchie von Verfassung, Gesetz und Verordnung in der Schweiz erläutert.
Verordnungen unter Bundesgesetzen
- Die Regierung erlässt Verordnungen, die den Bundesgesetzen untergeordnet sind.
- Gegen diese Verordnungen kann kein Referendum ergriffen werden.
- Bei Widersprüchen zwischen zwei Bestimmungen wird die Hierarchie beachtet: Zuerst die Verfassung, dann das Gesetz und zuletzt die Verordnung.
Hierarchie von Bundes- und Kantonsbestimmungen
- Bundesbestimmungen haben Vorrang vor kantonalen Bestimmungen.
- Eine Ausnahme bildet das zwingende Völkerrecht, welches über der Verfassung steht.
- Beispiele für zwingendes Völkerrecht sind das Folterverbot und das Sklavereiverbot.
Gesetzgebungsverfahren in der Schweiz
Abschnittsübersicht: Dieser Abschnitt behandelt den Prozess zur Einführung neuer Gesetze in der Schweiz.
Einleitung neuer Gesetze
- Neue Gesetze können durch Parlament, Volk oder Bundesrat initiiert werden.
- Die Bundesversammlung (Parlament) entscheidet abschließend über neue Gesetzesvorlagen.
Beratung und Entscheidungsfindung
- Nationalrat und Ständerat beraten eine Gesetzesvorlage bis zu einer Einigung.
- Nach Vorarbeit durch den Bundesrat und Experten erfolgt die Ausarbeitung des neuen Gesetzes.
Referendum und Inkrafttreten von Gesetzen
Abschnittsübersicht: Dieser Abschnitt beschreibt den Ablauf nach dem Beschluss eines neuen Gesetzes bis zum Inkrafttreten oder Ablehnen.
Referendum und Abstimmung
- Nach Ablauf der Referendumsfrist tritt ein beschlossenes Gesetz in Kraft.
- Bei einem ergriffenen Referendum folgt eine Abstimmung über Annahme oder Ablehnung des neuen Gesetzes.