DIN A4: Die Geschichte des Papierformats | ARTE Family
Was ist das DIN A4 Format?
Einführung in das DIN A4 Format
- Das DIN A4 Format ist ein bekanntes Papierformat, das 21 cm breit und 29,7 cm hoch ist. Es gehört zum Standard der deutschen Normen.
- Durch Falten des Blattes in der Mitte entstehen zwei kleinere Rechtecke mit dem gleichen Verhältnis von Höhe zu Breite, was die Proportionen beibehält.
Vorteile des Formats
- Die Möglichkeit, Formate durch einfaches Schneiden zu erzeugen, reduziert Papierverschwendung und spart Platz bei der Lagerung.
- Bei Vergrößerungen oder Verkleinerungen bleibt das Seitenverhältnis dank einer mathematischen Formel konstant.
Mathematische Grundlagen
- Das Verhältnis von Höhe (h) zu Breite (l) muss gleich der Wurzel aus zwei sein, um die Proportionen korrekt zu halten.
Die Geschichte des DIN Formats
Ursprung und Entwicklung
- Georg Christoph Lichtenberg erwähnte erstmals die Besonderheit des Formats in einem Brief im Jahr 1786 und stellte Fragen zum Ursprung.
- Nach der französischen Revolution wurde versucht, ein einheitliches Format einzuführen, um eine Grundsteuer effizienter erheben zu können.
Gesetzgebung und Normierung
- Jean-Baptiste Moise Joliv argumentierte vor der Nationalversammlung für die Wahl eines bestimmten Höhen-Breiten-Verhältnisses.
- Am 3. November 1798 wurde schließlich ein Gesetz verabschiedet, welches verschiedene Papierformate definierte; jedoch wurden diese Normen nicht angewandt.
Wiederbelebung der Normierung
- Im 19. Jahrhundert kam die Idee einer Norm zurück durch Wilhelm Ostwald und Walter Porstmann.
- Die deutsche Norm DIN 476 wurde 1922 angenommen und international anerkannt; seitdem wird sie weltweit verwendet.