Selbstgemachte Energiekrise: Könnte Nordstream II uns helfen?

Selbstgemachte Energiekrise: Könnte Nordstream II uns helfen?

Blick auf die Energiekrise und ihre Auswirkungen

Einleitung zur aktuellen Situation

  • Die Folge beginnt mit einer Begrüßung und der Feststellung, dass die Zukunft düster aussieht, wenn die Energiekrise nicht bewältigt wird.

Wirtschaftliche Warnungen

  • Experten warnen vor einer Insolvenzwelle in verschiedenen Branchen, darunter Toilettenpapierhersteller und Autozulieferer.
  • Der Produktionsrückgang betrifft viele Sektoren; Handwerksbetriebe schließen, und Landwirte kämpfen mit hohen Düngemittelpreisen.

Aluminiumindustrie unter Druck

  • Die Aluminiumindustrie ist stark betroffen; bei anhaltend hohen Energiekosten drohen Schließungen von Aluminiumhütten in Deutschland.

Abhängigkeit von Russland und China

  • Deutschland könnte Aluminium importieren, jedoch sind Russland und China die einzigen möglichen Lieferanten. Dies führt zu geopolitischen Spannungen.

Wirtschaftskrieg zwischen Westen und Russland

Verantwortung für den Konflikt

  • Während Putin für den Krieg in der Ukraine verantwortlich ist, hat der Westen den wirtschaftlichen Konflikt initiiert.

Sanktionen des Westens

  • Es gab umfangreiche Sanktionen gegen Russland, einschließlich Embargos auf Kohle und Öl. Diese Maßnahmen werden als wirtschaftlicher Krieg betrachtet.

Reaktionen Russlands auf Sanktionen

  • Die russische Reaktion auf westliche Sanktionen hat zu einem Gasembargo geführt, was die europäische Energieversorgung weiter belastet.

Folgen der Energiekrise für Deutschland

Rohstoffabhängigkeit von Russland

  • Deutschland ist weiterhin stark abhängig von russischen Rohstoffen wie Nickel und Palladium, was die Industrie gefährdet.

Uranlieferungen aus Russland

  • 46% des weltweit verfügbaren angereicherten Urans stammen aus Russland; ein Ausfall dieser Lieferungen könnte gravierende Folgen haben.

Unsicherheit über Winterversorgung

  • Es besteht Unsicherheit über die Stromversorgung im Winter; trotz voller Gasspeicher könnte es zu Engpässen kommen.

Energiepreiskrise und die Rolle der Bundesregierung

Verantwortung der Bundesregierung

  • Die Bundesregierung hat die Pflicht, die Energiepreisexplosion zu beenden, insbesondere im Kontext des Wirtschaftskriegs gegen Russland.
  • Trotz steigender Einnahmen Russlands leiden Millionen in Deutschland unter finanziellen Ängsten, was sofortige Maßnahmen erfordert.
  • Scholz betont, dass Sanktionen nicht härter sein dürfen als die Auswirkungen auf die europäische Führung; es ist wichtig, wirtschaftliche Substanz zu schützen.

Sanktionen und ihre Folgen

  • Es wird kritisiert, dass Deutschland seine wirtschaftliche Substanz aufs Spiel setzt; andere Länder könnten aus der Sanktionsspirale aussteigen.
  • Verhandlungen über eine Wiederaufnahme von Gaslieferungen sind möglich; Nord Stream 2 könnte dabei eine Rolle spielen.
  • Die Nichtinbetriebnahme von Nord Stream 2 wird als Sanktion betrachtet, die vor dem Überfall auf die Ukraine beschlossen wurde.

Mögliche Lösungen zur Entspannung der Situation

  • Eine Öffnung großer Gasleitungen könnte sofortige Entspannung bringen und Preise für Gas und Strom senken.
  • Wenn auch Öl wieder gekauft würde, könnten Ölpreise ebenfalls sinken; dies wird jedoch von einigen als unmöglich angesehen.

Politische Reaktionen und Meinungen

  • Thüringens Ministerpräsident Ramelow äußert sich kritisch zu Verhandlungen mit Russland über Energielieferungen; er sieht dies als Bedrohung für das freie Europa.
  • Fragen werden aufgeworfen: Warum haben andere Länder wie Frankreich oder Ungarn nicht ähnliche Bedenken bei ihren Geschäften mit Russland?

Globale Perspektiven und Wettbewerbsfähigkeit

  • Länder außerhalb des Westens profitieren von den Sanktionen; beispielsweise hat die Türkei keine Sanktionen verhängt und erhält günstige Energie.
  • Japan beteiligt sich weiterhin an russischen Gasprojekten und importiert russisches Gas ohne negative Konsequenzen für seine Wirtschaft.

Die Auswirkungen des Kaufs von russischem Gas auf den Weltmarkt

Preissteigerungen und Marktverhalten

  • Der Kauf von russischem Gas entlastet den Weltmarkt, jedoch stellt sich die Frage, warum Europa nicht selbst kauft und stattdessen die Preise steigen lässt, was letztlich die Verbraucher belastet.
  • Der Ölpreis hat sich weniger stark erhöht als der Gaspreis, da viele nicht-westliche Länder weiterhin russisches Öl kaufen. Südostasien profitiert davon und beliefert Europa mit Raffinerieprodukten.
  • Die Situation beim Gas ist komplizierter, da russische Flüssiggas-Kapazitäten begrenzt sind. Pipeline-Gas kann nur nach Europa geliefert werden, was zu einem Anstieg der Preise führt.

Langfristige Perspektiven und geopolitische Implikationen

  • Es wird spekuliert, dass Russland Pipelines nach China baut, um seine Gewinne zu maximieren. Dies könnte langfristig zu moderateren Preisen führen – allerdings nicht für Europa.
  • Die Sanktionen gegen Russland könnten langfristig schädlich sein; dennoch wird argumentiert, dass diese Maßnahmen wenig bewirken und Russland sich von Europa abkoppeln kann.

Vertrauen in Lieferanten und historische Beziehungen

  • Die Frage bleibt bestehen: Kann man Russland vertrauen? Historisch gesehen hat Russland Deutschland über Jahrzehnte zuverlässig beliefert, trotz politischer Spannungen.
  • Das erste langfristige Abkommen zwischen der Sowjetunion und Deutschland über eine Gaspipeline wurde 1970 unterzeichnet. Dieses Abkommen war Teil der Ostpolitik von Willy Brandt.

Wirtschaftliche Abhängigkeit Deutschlands

  • Deutschland hat eine starke Industrie und einen robusten Mittelstand entwickelt, teilweise durch die Energiepolitik der Vergangenheit. Diese Politik sollte nicht leichtfertig aufgegeben werden.
  • Vor der Ampelregierung gab es keine deutsche Regierung, die wirtschaftliche Beziehungen aufgrund geopolitischer Ereignisse abgebrochen hätte.

Doppelte Standards in der internationalen Politik

  • Wer mit Russland handelt, wird oft als Komplize des Ukrainekriegs betrachtet; dies ist jedoch eine vereinfachte Sichtweise auf komplexe geopolitische Zusammenhänge.
  • Die Explosion der Energiepreise wird als hausgemacht bezeichnet; sie resultiert aus politischen Entscheidungen in Deutschland und unterscheidet sich von anderen Ländern mit unterschiedlichen Bedingungen.
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Die hohen Energiepreise sind nicht nur für die meisten Menschen kaum zu stemmen, sie haben auch das Potential, beachtliche Teile unserer Industrie in den Ruin oder ins Ausland zu treiben. In vielen Branchen ist die Produktion in den letzten Monaten ziemlich eingebrochen, das Handwerk leidet und für das nächste Jahr wird mit einer Rezession und weiter steigenden Preisen gerechnet. Die Ampel will uns weis machen, dass Putins Krieg für diese Probleme verantwortlich ist. Aber so stimmt das nicht. Der russische Krieg gegen die Ukraine ist ein Verbrechen, aber es war Entscheidung der EU und auch der deutschen Regierung, auf diesen Krieg mit beispiellosen Sanktionen zu reagieren, die die Preise für viele Güter zum Explodieren brachten. Die Energiekrise wurde noch dramatischer, als Russland, in Revanche für die Sanktionen, die Gaslieferungen nach Deutschland kappte. Inzwischen ist klar: Der Wirtschaftskrieg schadet Deutschland ungleich mehr als Russland. "Niemandem ist damit gedient, wenn wir sehenden Auges unsere wirtschaftliche Substanz aufs Spiel setzen", erklärte Kanzler Scholz noch im März. Ja - warum tun wir es dann? Bislang haben die Energiesanktionen Putin noch nicht mal unter Druck gesetzt, im Gegenteil: Gazprom macht Rekordgewinne und wird mit den Mehreinnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft nun den Bau von Gaspipelines nach China finanzieren. Andere westliche Regierungen scheren längst aus dem Sanktionsregime aus, außerhalb der westlichen Welt beteiligt sich ohnehin kein Land. Wer mit Russland über die Wiederaufnahme von Gaslieferungen verhandelt, macht sich noch lange nicht zum Komplizen des Ukraine-Kriegs. Wenn das so wäre, wären wir Komplizen unglaublich vieler Kriege auf dieser Welt. Mein Video der Woche über die Folgen des Sanktionskriegs für unsere Wirtschaft, über verlogene Doppelmoral und warum ich es richtig fände, wenn Deutschland wieder preiswerte Energie aus Russland beziehen würde - andere Länder (darunter Frankreich, Japan, die Türkei oder Ungarn) tun es schließlich auch. Quellen: Businessinsider: „IfW erwartet Rezession und noch höhere Inflation“: https://bit.ly/3BL4W58 Handelsblatt: „Hakle und Görtz könnten Vorboten einer Pleitewelle sein“: https://bit.ly/3Ud1A1R Manager Magazin: „Autozulieferer Dr. Schneider meldet Insolvenz an“: https://bit.ly/3BGTSG4 Die Zeit: „Bauern warnen vor Ertragseinbrüchen wegen Gasengpässen“: https://bit.ly/3S7RgX3 Handelsblatt: „Aluminium-Hersteller stellen Notfallpläne für Gaskrise auf“: https://bit.ly/3ROuFPC Handelsblatt: „Diese Rohstoffe braucht die deutsche Industrie“: https://bit.ly/3BgEajz Merkur: „9,3 Prozent Inflation 2023: Ifo sieht steigende Teuerungsrate und senkt Konjunktur-Prognose drastisch“: https://bit.ly/3Ucx1t6 Spiegel: „So funktioniert der Wirtschaftskrieg gegen Putin“: https://bit.ly/3R1EMQ1 Tagesschau: „Deutschland für achtes Sanktionspaket“: https://bit.ly/3dgbMpL Merkur: „Baerbock droht Putin in Brandrede direkt - ,Das wird Russland ruinieren’“: https://bit.ly/3RNldMt Stern: „Moskau-Reporter zu Gas-Import ,Putin wird Gas weiter als politische Waffe einsetzen’": https://bit.ly/3QMNfGx DW: „Autoindustrie alarmiert wegen fehlender Rohstoffe als Folge des Ukraine-Kriegs“: https://bit.ly/3S3rhA4 Spiegel: „»Russland könnte den USA erhebliche Schmerzen zufügen«“: https://bit.ly/3Spb8Ft Welt: „,Gefahr eines Blackouts gegeben’“: https://bit.ly/3BIwV5e Phoenix: „Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): Generaldebatte am 23.03.22“: https://youtu.be/S8n4xN5l2qU Tagesspiegel: „Die USA wollen die Fertigstellung um jeden Preis verhindern“: https://bit.ly/3BnXiw9 Twitter: Bodo Ramelow: https://twitter.com/bodoramelow/status/1568475498996432896 Welt: „Ausgerechnet Frankreich importiert mehr russisches Flüssiggas als je zuvor“: https://bit.ly/3LfJkAW NTV: „Russland liefert Ungarn mehr Gas“: https://bit.ly/3LpfR7K Tagesspiegel: https://bit.ly/3eY2MpS Handelsblatt: https://bit.ly/3S9lysE Handelsblatt: „In Schlüsselindustrien werden Betriebe reihenweise schließen“: https://bit.ly/3RLYzUw FAZ: „Japan fügt sich dem Willen Putins“: https://bit.ly/3dgsEwq Handesblatt: https://bit.ly/3Bi8sCA Tagesschau: https://bit.ly/3LgiQ29 NTV: „Wie Indien russisches Öl in Europa verkauft“: https://bit.ly/3UdH80Q Spiegel: https://bit.ly/3BK8ggP Deutsche Wirtschaftsnachrichten: https://bit.ly/3S0xBsg FAZ: https://bit.ly/3RMorj3 Frankfurter Rundschau: https://bit.ly/3qFc1O8 Spiegel: https://bit.ly/3RMg7jy — Ihr findet mich im Netz: Webseite: https://www.sahra-wagenknecht.de Newsletter: https://www.team-sahra.de Facebook: https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht/ TikTok: https://www.tiktok.com/@sahra.wagenknecht Twitter: https://twitter.com/swagenknecht Melde dich an für meinen Newsletter »Team Sahra« um die wöchentlichen Videos und mehr jeden Donnerstag direkt in Dein Postfach zu bekommen: https://www.team-sahra.de