Dirk Hörig - Commercetools | 11th of June | Unlisted Pod

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Willkommen zum Podcast mit Dirk Hürig

Einführung und Themenüberblick

  • Herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Podcasts, heute mit Dirk Hürig von Kymurstürz. Das Gespräch findet online statt, da Dirk in München ist und der Gastgeber in Berlin.
  • Der Gastgeber hat bereits im Vorfeld mit Dirks Team gesprochen und plant, zwei bis drei Personen für die Themen einzubeziehen. Es wird ein effizienter Austausch erwartet.

Unternehmerischer Werdegang

Phase 1: Die Anfänge

  • Dirk beschreibt seine unternehmerische Reise in mehreren Phasen. Die erste Phase bezeichnet er als „Boah-Phase“, in der er frühzeitig Events organisierte und im Leistungssport aktiv war.
  • Er begann bereits im Alter von 17-18 Jahren, Jugendteams zu trainieren und erste unternehmerische Schritte zu wagen, indem er kleine Firmen gründete oder verkaufte.

Phase 2: Einstieg ins Unternehmertum

  • In den späten 90ern kam Dirk nach München und stieg zufällig in die Start-up-Szene ein, während der Dotcom-Blase um 1999. Er erhielt mehrere Jobangebote noch vor Studienbeginn aufgrund seiner Computerkenntnisse.
  • Mit Freunden gründete er eine Firma zur Entwicklung eines Content Management Systems (CMS) für Verlage, was jedoch letztendlich scheiterte, nicht wegen der Blase selbst, sondern durch Missmanagement der Gründer.

Herausforderungen und Erkenntnisse

Dotcom-Blase und persönliche Entscheidungen

  • Während der Dotcom-Blase arbeitete Dirk an verschiedenen Start-ups; er erkannte schnell die Notwendigkeit, sich stärker in wirtschaftliche Aspekte einzubringen, um zukünftige Rückschläge zu vermeiden.

Gründungserfahrungen und E-Commerce-Entwicklung

Anfänge der Agenturgründung

  • Der Sprecher erzählt von einem Freund, mit dem er in München Wolli-Ball-Light-Sounds-Sport gemacht hat. Sie haben eine kleine Agentur gegründet, während sie gleichzeitig für die Firma Hiss-Fübris arbeiteten.
  • In den frühen 2000ern begann die unternehmerische Phase, geprägt von vielen Start-ups und einer jungen Szene in München.

Herausforderungen und Erfolge im E-Commerce

  • Die Agentur war klein und hatte wechselnde Erfolge; es gab Phasen des Wachstums sowie Rückschläge aufgrund anderer Verpflichtungen wie Studium.
  • Ein bedeutendes Projekt war der Aufbau des internationalen Online-Shops für Puma, was als Teil der E-Commerce-Bewegung großer Unternehmen betrachtet wird.

Finanzierungsstrategien für Start-ups

  • Für wachsende Start-ups stellt sich die Frage nach der nächsten Finanzierung. Die Nachteile klassischer Finanzierungsmodelle werden zunehmend sichtbar.
  • Recap wird als innovative Alternative zur traditionellen Finanzierung vorgestellt, die flexible Finanzierungslinien bietet und nicht verwässernd ist.

Kostenstruktur im E-Commerce

  • Diskussion über die finanziellen Anforderungen an große Projekte wie den Online-Shop von Puma; frühere Budgets waren deutlich kleiner als heute.
  • Große Agenturen konnten höhere Preise verlangen, wenn ein bekannter Markenname hinter dem Projekt stand.

Marktveränderungen und Wettbewerb

  • Der Wettbewerb im Agenturbereich war zu Beginn weniger intensiv; Kunden hatten weniger Informationen zur Verfügung.

Die Entwicklung von Hüberes und der E-Commerce-Markt

Persönliche Transition und Wettbewerbsvorteile

  • Der Sprecher reflektiert über seine persönliche Transition in die E-Commerce-Welt und hebt hervor, dass sie Hüberes während der Entwicklungsphase unterstützen konnten, was ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffte.

Hüberes als Marktführer

  • Heute ist Hüberes eine führende SAP-Kommerzlösung, die sich im Laufe der Jahre zu einem der Hauptakteure im Bereich Kommerzlösungen entwickelt hat.

Begleitung des Marktes von 2001 bis 2010

  • Der Zeitraum von 2001 bis 2010 wurde eng begleitet; das Unternehmen agierte fast wie ein Mitarbeiter und kümmerte sich um relevante Kundenprojekte.

On-Premise Technologie und Herausforderungen

  • Zu dieser Zeit basierte der gesamte Markt auf On-Premise-Technologie, bei der Softwarelizenzen gekauft werden mussten, die dann gehostet werden mussten. Dies führte zu einer Abhängigkeit von Rechenzentrums- und Betriebspartnern.

Skalierungsprobleme im E-Commerce

  • Es wurden zunehmend Probleme auf Kundenseite sichtbar, insbesondere hinsichtlich der Skalierung. Die Lösungen mussten ständig verfügbar sein, um hohe Traffic-Spitzen bewältigen zu können.

Die Bedeutung von Skalierung im Online-Handel

Wachstum des Online-Marktes

  • Der Sprecher veranschaulicht das Wachstum des Online-Marktes: Früher war ein Umsatz von 100 Millionen Euro enorm; heute gilt dies als Nischenanbieter aufgrund des enormen Marktwachstums.

Beispiel Red Bull und Traffic-Spitzen

  • Ein Beispiel wird angeführt: Red Bull erlebte durch ihre Marketingmaßnahmen massive Traffic-Spitzen auf ihrer Website, was die damalige Infrastruktur überforderte.

Fehlende Elastizität in alten Systemen

  • Die damaligen Systeme waren nicht für plötzliche Traffic-Anstiege ausgelegt. Dynamische Elastizität zur Anpassung an den Verkehr war nicht vorhanden.

Technische Herausforderungen und Geschäftsmodelle

Unzureichende technische Lösungen

  • Der Sprecher fragt sich, ob es nicht bessere technische Lösungen gibt, anstatt alte Software für Cloud-Lösungen anzupassen.

Lizenzabhängigkeit klassischer Softwareunternehmen

  • Das Geschäftsmodell traditioneller Softwareunternehmen führt oft zu Lizenzabhängigkeiten; neue Versionen müssen ständig migriert werden, auch wenn sie keinen Mehrwert bieten.

Hohe IT-Ausgaben für Wartung

  • Ein erheblicher Teil der IT-Ausgaben großer Handelsunternehmen fließt in den Betrieb bestehender Systeme (bis zu 70%), während nur ein kleiner Teil in Innovation investiert wird.

Frustration bei Kunden

Agenturprobleme und Softwaremigration

Herausforderungen auf Agenturseite

  • Die Agenturen stehen vor großen Problemen, insbesondere bei der Migration zwischen Softwareversionen, was zu Unannehmlichkeiten führt.
  • Ein Beispiel aus der Vergangenheit zeigt, dass ein Unternehmen im E-Commerce-Bereich hohe Kosten für die Migration auf eine neue Version hatte (150.000 Euro).
  • Agenturen müssen sowohl den Kunden als auch den Herstellern gerecht werden, was zu einem Spannungsfeld führt.

Technologische Veränderungen und Cloud-Lösungen

  • Die Reifung von Cloud-Technologien hat es ermöglicht, Systeme zu entwickeln, die in Echtzeit skalierbar sind.
  • Das SaaS-Modell wird vorgestellt: Kunden nutzen die Software ohne Kauf und erhalten stets die neueste Version.

Neugestaltung von Softwarearchitekturen

  • Diskussion über die Möglichkeit, bestehende Plattformen wie SAP oder Salesforce neu zu gestalten und an zukünftige Anforderungen anzupassen.

Wachstumsphasen eines Unternehmens

Entwicklung des Unternehmens

  • Der Aufbau des Unternehmens begann mit einer zweieinhalbjährigen Entwicklungsphase; das Produkt wurde 2013 gelauncht.
  • Nach dem Launch dauerte es ein weiteres Jahr bis zur ersten Million Umsatz; das Wachstum war anfangs moderat.

Wachstumsdynamik

  • Das Unternehmen erlebte ein signifikantes Wachstum nach Erreichen der 10 Millionen Umsatzmarke; jährliche Verdopplungen waren möglich.

Internationale Expansion

Strategische Überlegungen zur Internationalisierung

  • Bereits frühzeitig gab es Pläne zur Expansion in die USA; dies war jedoch nicht sofort umsetzbar aufgrund interner Überlegungen.
  • Es herrschte Unsicherheit darüber, ob man zuerst im Heimatmarkt wachsen oder direkt international expandieren sollte.

Markteintritt in den USA

Marktanalyse und Wettbewerbsstrategien

Bedeutung des US-Marktes

  • Der US-Markt ist signifikant größer, was die Dringlichkeit unterstreicht, schnell einzutreten, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.
  • Wichtige Marktanalysen von Instituten wie Gartner und Forrester sind entscheidend für die Positionierung im Enterprise-Segment.
  • Große Unternehmen orientieren sich bei der Anbieterwahl an diesen Marktübersichten, was den Druck erhöht, dort präsent zu sein.

Herausforderungen der Internationalisierung

  • Die Notwendigkeit, in den US-Markt einzutreten, wird durch das Risiko verstärkt, dass Wettbewerber mit schlechteren Produkten schneller Fuß fassen.
  • Der Zugang zum US-Markt erfordert eine strategische Planung und Anpassung des Go-to-Market-Ansatzes.
  • Der Online-Umsatz in den USA übersteigt den in Europa erheblich; dies beeinflusst die Expansionsstrategie.

Komplexität der Markterschließung

  • Die Internationalisierung ist besonders herausfordernd im B2B-Bereich aufgrund unterschiedlicher Marktbedingungen und -anforderungen.
  • Geografische Nähe allein garantiert keinen Erfolg; es müssen auch größere Märkte berücksichtigt werden.
  • Unterschiede in Geschäftsmodellen zwischen europäischen und amerikanischen Online-Händlern können zusätzliche Hürden darstellen.

Personal und Wettbewerb

  • Die Etablierung eines Unternehmens im US-Markt erfordert ein tiefes Verständnis lokaler Gegebenheiten und Prozesse.
  • Personalengpässe sind eine Herausforderung; höhere Gehälter im Vergleich zu Deutschland erhöhen den Druck auf Unternehmen.
  • Das Wettbewerbsumfeld ist aggressiv; Marketingstrategien wie "Fake-It-Till-You-Make-It" sind ausgeprägter als in Europa.

Fazit zur Expansion

Produktentwicklung und Marketingstrategien

Fokus auf Produktqualität und Marketing

  • Viele amerikanische Unternehmen priorisieren zunächst lautes Marketing, bevor sie ein Produkt entwickeln. Im Gegensatz dazu konzentriert sich das besprochene Unternehmen auf die Schaffung eines qualitativ hochwertigen Produkts, gefolgt von effektivem Marketing.
  • Langfristiger Erfolg erfordert sowohl ein gutes Produkt als auch effektives Messaging. Ein besseres Produkt allein reicht nicht aus, wenn die Konkurrenz über überlegenes Marketing verfügt.

Personalstrategie und Standortwahl

  • Die Auswahl des Standorts ist entscheidend für den Erfolg. Es ist wichtig zu definieren, welche Fähigkeiten benötigt werden und wie man sich im Markt positioniert – ob mit einem jüngeren oder erfahreneren Team.
  • Der Aufbau einer Remote-Arbeitsstruktur erfordert Prioritätensetzung und Ambition. Das Unternehmen strebt an, ein einzigartiges Produkt in seinem Segment zu schaffen.

Ambitionen und Marktführerschaft

  • Das Ziel des Unternehmens ist es, globaler Marktführer zu werden. Diese Ambition treibt alle Entscheidungen an; Scheitern wird als Teil des Prozesses akzeptiert.
  • Herausforderungen bei der Entwicklung komplexer Produkte wurden erkannt. Technische Schwierigkeiten können den Fortschritt behindern, was eine realistische Einschätzung der Ressourcen erfordert.

Marktentwicklung und Wettbewerbsanalyse

  • Der Weg zum Erfolg beinhaltet das Streben nach Spitzenleistungen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Die Analyse der größten Märkte ist entscheidend für strategische Entscheidungen.
  • In der aktuellen Phase des E-Commerce wird eine klare Strategie benötigt, um im Wettbewerb bestehen zu können. Vergleichbar mit Sportwettkämpfen muss man bereit sein, gegen starke Gegner anzutreten.

Entwicklung im E-Commerce: Phasen und Trends

Historische Entwicklung des E-Commerce

  • Der E-Commerce hat zwei große Entwicklungsphasen durchlaufen: die Desktop-basierte Ära seit den 90ern bis zur Einführung mobiler Technologien ab 2015/2016.
  • Die mobile Revolution wurde durch Smartphones eingeleitet, was zu signifikanten Umsatzsteigerungen führte. Diese Phase war geprägt von einer Verschiebung hin zu mobilen Endgeräten als Hauptvertriebsweg.

Aktuelle Trends im Social Commerce

  • Social Commerce gewinnt zunehmend an Bedeutung; Plattformen wie TikTok zeigen signifikante Wachstumsraten im Merchandise-Umsatz (32 Milliarden Dollar in 2024).

Social-Commerce und AI: Die Zukunft des Handels

Einfluss von KI auf Social-Commerce

  • Der Social-Commerce wird durch KI-Funktionalitäten stark wachsen, wobei menschliche Influencer zunehmend durch KI ersetzt werden, die personalisierte Produktempfehlungen basierend auf individuellen Vorlieben gibt.
  • Künstliche Intelligenz könnte sich wie ein Mensch verhalten und aussehen, während sie gleichzeitig tiefere Einblicke in persönliche Interessen hat, was zu einem stark zielgerichteten Content-Feed führt.
  • Anstelle von menschlichen Influencern könnten AI-Systeme als Nutzer agieren und Produkte kaufen, wodurch das Potenzial für unendliche Interaktionen entsteht.

Veränderungen im Einkaufserlebnis

  • Das Einkaufserlebnis wird konversationaler; der Userflow innerhalb von Apps wird sich ändern, da Nutzer nicht mehr nur passive Inhalte konsumieren.
  • Händler und Marken stehen vor der Herausforderung, die Kontrolle über ihre eigene Kundenerfahrung zu behalten, während Shopping-Aktivitäten zunehmend innerhalb bevorzugter Suchagenten stattfinden.

Personalisierung und Kaufverhalten

  • Produktempfehlungen werden direkt innerhalb von Suchagenten angeboten, basierend auf dem Wissen über den Nutzer. Dies reduziert die Notwendigkeit für Webseitenbesuche.
  • Inspiratives Shopping-Erlebnis unter Kontrolle der Marke könnte wegfallen; AI wird als zusätzlicher Kanal zur Interaktion mit Produkten fungieren.

Zukünftige Geschäftsmodelle

  • Konsumenten könnten gezielt nach spezifischen Produkten suchen (z.B. Tennis-Socken), ohne mit dem Händler interagieren zu müssen.
  • Händler könnten neue Währungen für Werbung entwickeln müssen, um weiterhin Sichtbarkeit bei Nutzern zu erlangen.

Prognosen für den Handel

  • Der Handel wird sich in den nächsten fünf Jahren drastisch verändern; aktuelle Trends deuten darauf hin, dass mobile Internetnutzung exponentiell wächst.
  • Mit einer Milliarde registrierter Nutzer bei Plattformen wie ChatGPT ist eine schnelle Expansion neuer Geschäftsmodelle wahrscheinlich.

Optimierung des digitalen Geschäfts

Positionierung von Marken im digitalen Raum

  • Die Frage, wie sich Marken positionieren können, um eine Alleinstellung zu erreichen und den Kontakt zum Endkunden aufrechtzuerhalten, wird als zentral erachtet.
  • Bei der Nutzung von Suchmaschinen wie ChatGPT könnte es passieren, dass zufällige Marken angezeigt werden, was die Sichtbarkeit der Marke unabhängig vom Einfluss der Marke selbst gefährdet.
  • Authentische Personen oder AI-Influencer über Plattformen wie TikTok-Shops könnten die einzige Möglichkeit sein, um die eigene Marke sichtbar zu machen.

Herausforderungen im Multi-Kanal-Handel

  • Es ist entscheidend zu überlegen, welche Kanäle für welche Zielgruppen geeignet sind; nicht jede Marke kann auf TikTok erfolgreich sein.
  • Tarek Müller von Bout-U beschreibt in Podcasts seine Erfahrungen mit Affiliate-Marketing und betont die Herausforderungen und den Aufwand im Vergleich zur Umsatz-Effizienz.

Technologische Flexibilität für Unternehmen

  • Unternehmen müssen sich technisch flexibel aufstellen, um Multi-Kanal-Handelsstrategien effektiv umzusetzen und sich mit Themen rund um KI auseinanderzusetzen.
  • Der Einsatz von KI sollte nicht nur auf automatisierten Kundensupport beschränkt sein; es geht darum, das gesamte Einkaufserlebnis neu zu gestalten.

Integration neuer Technologien

  • Eine technische Lösung namens MCT wurde entwickelt, um Agenten den Zugriff auf Unternehmensdaten in einem kontrollierten Umfeld zu ermöglichen.
  • MCT fungiert als Toolkit zur Integration verschiedener Systeme und ermöglicht eine bessere Interaktion zwischen Agenten und Nutzerdaten.

Anpassung an zukünftige Entwicklungen

  • Die Frage nach der Vorbereitung auf neue Technologien ist ähnlich wichtig wie in den 2010er Jahren bei der Einführung des mobilen Internets.
  • Unternehmen sollten eigene Agenten entwickeln, die mit Nutzer-Agenten interagieren können, um ein besseres Einkaufserlebnis zu schaffen.

Flexibilität als Schlüssel zum Erfolg

  • Um flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können (z.B. Online kaufen und im Laden abholen), müssen Unternehmen bereit sein, ihre Systeme schnell anzupassen.

Entwicklung des Handels durch Technologie

Integration von Automobilunternehmen in den Online-Handel

  • In den Jahren 2017-2018 haben viele Automobilunternehmen wie Audi, VW und BMW begonnen, ihre Produkte über Online-Shops anzubieten, insbesondere Ersatzteile und Zubehör.
  • Diese Unternehmen streben an, Abo-Funktionen in ihren Fahrzeugen zu integrieren, um zusätzliche Dienste wie Spotify-Zugänge anzubieten.

Technologische Fortschritte im Handel

  • Die Integration von VRA-Brillen und Smartphones ist ein zentraler Bestandteil der Handelsstrategie; das Betriebssystem ermöglicht eine einfache Umsetzung von Handelslösungen über verschiedene Kanäle hinweg.
  • Eine zentrale Cloud-Plattform verwaltet alle Produktkataloge, Kundeninformationen und Berechtigungen effizient.

Künstliche Intelligenz (KI) im Handel

  • KI wird als Werkzeug für Entwickler optimiert; sie funktioniert ähnlich wie Softwareentwickler und ermöglicht direkten Zugriff auf Daten ohne zusätzliche Schichten.
  • Das Unternehmen hat frühzeitig in ein MCP Toolkit investiert und arbeitet mit Google und Microsoft an integrierten Shopping-Lösungen.

Unified Commerce: Die Zukunft des Handels

  • Der Fokus liegt auf Unified Commerce, wo eine einzige Plattform alle Handelsaktivitäten unterstützt. Eine neue Lösung namens Instaur wurde entwickelt, die den gesamten Offline-Einkaufsprozess abbildet.
  • Instaur vereinfacht den Einkaufsprozess durch mobile Checkout-Lösungen und die Verknüpfung aller Kundeninformationen innerhalb einer Plattform.

Interaktion zwischen verschiedenen Kanälen

  • Alle Kanäle – ob Workshop, App oder Store – interagieren mit der zentralen Datendreh-Scheibe des Unternehmens. Dies ermöglicht die Erstellung eigener Agenten zur Unterstützung AI-gesteuerter Geschäftsmodelle.
  • Der Ansatz zielt darauf ab, eine nahtlose Einkaufserfahrung zu schaffen, unabhängig davon, ob der Kunde über einen Agenten oder direkt auf einer Website kauft.

Strategische Unternehmensentwicklung

  • Das Unternehmen verfolgt eine globale Geschäftsentwicklung mit einem Management-Team aus Nordamerika und Europa.

Co-CEO und Unternehmensstruktur

Die Rolle des Co-CEOs

  • Der Sprecher kennt kein Beispiel für einen Co-CEO mit den gleichen Aufgaben wie ein CEO. Um die Rekrutierung zu verbessern, wurde entschieden, einen CEO einzustellen.

Gründerperspektive

  • Der Gründer ist aktiv im Unternehmen involviert und hat anfangs keinen Titel gewollt, um sich auf die Arbeit zu konzentrieren.

Struktur und Management

  • Es war wichtig, eine klare Struktur im Management zu schaffen, um die richtigen Leute an den richtigen Stellen zu haben.

Innovationsdrang und persönliche Motivation

Operative Beteiligung

  • Der Gründer bleibt operativ tätig, da er das Gefühl hat, dass noch viel Potenzial im Unternehmen steckt und sie über dem Marktdurchschnitt wachsen.

Langfristige Perspektive

  • Jährlich reflektiert der Gründer über seine Zukunft im Unternehmen und plant in 1–2-Jahres-Zyklen.

Herausforderungen und Veränderungen

Selbstreflexion

  • Der Gründer fragt sich regelmäßig, ob er noch hilfreich ist oder ob es Zeit für Veränderungen ist.

Einfluss von AI

  • Die Entwicklungen durch Künstliche Intelligenz bieten spannende Möglichkeiten zur Mitgestaltung sowohl für das Unternehmen als auch für Kunden.

Zukunftsperspektiven und Engagement

Advisory-Rolle

  • Obwohl viele in eine Beraterrolle wechseln, sieht der Gründer derzeit nicht den Zeitpunkt gekommen dafür; ihm macht das Bauen von Produkten mehr Spaß.

Nutzerbasis des Unternehmens

  • Das Unternehmen hat über 900 Millionen Endkunden in seinen Systemen – eine beeindruckende Basis zur Gestaltung neuer Produkte.

Überraschungen im Geschäftsfeld

Wahrnehmung des Unternehmens

  • Der Sprecher war überrascht von der Bedeutung des Unternehmens im B2B-Bereich und dessen Einfluss auf den Markt.

Eindruck vom Erfolg

Herausforderungen und Strategien im Unternehmertum

Die Balance zwischen Sichtbarkeit und operativer Konzentration

  • Der Sprecher betont, dass es sowohl Vorteile als auch Nachteile gibt, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Fokus liegt stark auf operativen Aspekten des Unternehmens.

Öffentlichkeitsarbeit und persönliche Entscheidungen

  • Es wird darauf hingewiesen, dass das Unternehmen nie aktiv in die Öffentlichkeit trat. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er dies tun möchte; es gibt Vor- und Nachteile.

Resilienz als Schlüssel zum Erfolg

  • Der Sprecher hebt hervor, dass viele Gründer erfolgreich sind, weil sie nicht aufgeben. Unternehmertum ist eine Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen.

Umgang mit Rückschlägen

  • In einem Zeitraum von zehn Jahren kann jeder Unternehmer von Misserfolgen berichten. Diese Erfahrungen sind Teil des Prozesses und sollten nicht entmutigen.

Kritische Selbstreflexion und Ambitionen

  • Es ist wichtig, kritisch zu sein und externes Feedback ernst zu nehmen. Größere Ambitionen können motivierender sein, auch wenn man manchmal das Ziel verfehlt.

Teamdynamik und Vision

  • Eine klare Vision motiviert das Team. Der Einfluss eines Einzelnen ist begrenzt; die Strategie sollte gemeinsam entwickelt werden.

Akzeptanz von Herausforderungen im Unternehmertum